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Wohnberechtigungsschein / Sozialwohnungen

Sozialwohnungen sind Wohnungen, deren Bau durch öffentliche Mittel gefördert wurde und die deshalb zu günstigeren Mieten erhältlich sind als die Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt. 

Vorraussetzung für den Bezug einer Sozialwohnung ist der Besitz eines Wohnberechtigungsscheines (WBS). Dieser berechtigt Bürger/innen mit geringem Einkommen zum Bezug einer Sozialwohnung in der Größe von

  • bis 50 m² bei einer Person
  • 65 m² bei zwei Personen
  • 80 m² bei drei Personen
  • 95 m² bei vier Personen

Einen Wohnberechtigungsschein bekommt nur, wer keinen angemeldeten Zweitwohnsitz hat. Gemeinsame Quadratmeteransprüche erwerben nur Personen, die miteinander verheiratet oder verwandt sind. Freund/innen können ihre durch individuelle Wohnberechtigungsscheine erworbenen Ansprüche nicht zur Anmietung einer größeren gemeinsamen Wohnung zusammenlegen.

Den Antrag auf Erteilung eines WBS stellen Sie beim Amt für Wohnungswesen. Dazu benötigen Sie die folgenden Unterlagen:

  • Antrag Wohnberechtigungsschein
  • Gültiger Ausweis (bei ausl. Studierenden Reisepass und Aufenthaltsgenehmigung über mindestens ein Jahr)
  • Meldebescheinigung
  • Einkommensnachweis
  • Studienbescheinigung

Die Antragsbearbeitung dauert mindestens vier Wochen. Das Amt für Senioren und Soziales schickt Ihnen dann einen Abholschein, mit dem Sie den WBS  bei der Wohnberechtigungsstelle gegen eine Gebühr zwischen 7,50 und 20 € bekommen.

Ein WBS berechtigt Sie nur für ein Jahr zum Einzug in eine Sozialwohnung. Wenn Sie einmal in einer Sozialwohnung leben, müssen Sie den WBS allerdings nicht mehr erneuern. In Köln werden nur in Nordrhein-Westfalen ausgestellte Wohnberechtigungsscheine anerkannt.

Sozialwohnungen finden Sie über Zeitungsannoncen oder über die örtlichen Wohungsbauunternehmen. Die Vermittlung einiger, aber durchaus nicht aller Sozialwohnungen muss durch die Stadt Köln genehmigt werden. Voraussetzung für eine Genehmigung ist, dass Sie seit mindestens zwei Jahren in Köln gemeldet sind.

Eine aktive Wohnungsvermittlung durch die Stadt erfolgt nur in besonders dringenden Fällen wie z.B. bei drohender oder bestehender Obdachlosigkeit oder wenn gravierende gesundheitliche Schäden einen Wohnungswechsel erforderlich machen.   


Zuletzt aktualisiert am 19.07.2013